Es sei von Anfang an gesagt, dass es in der menschlichen Natur liegt, vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln. „Leute, wir diskutieren schon wieder so detaillreich. Wir müssen das Dach für SfA bauen. Danach können wir Einzelheiten besprechen.“ „Ja Du hast Recht!“  (3 Sekunden Stille) „Aber welche Farbe sollen die Kerzen denn jetzt haben?“ „Und unser geplantes Fingerfood: Gouda oder Camembert… oder beides?“  „Zweilagiges oder dreilagiges Klopapier?” Ja, manchmal steht man sich selbst im Weg, registriert dies sogar und verfällt dann doch umgehend wieder in die alten Muster.

Unsere Devise Anfang Oktober lautete außerdem: Lieber gekonnt rausreden als ungeschickt die Wahrheit sagen: „Also das mit den Meilensteinen war jetzt nicht so effektiv. Ich musste am Wochenende arbeiten. Feiern auch. Meinem Goldfisch ging es gar nicht gut … Herbstdepressionen, Winterschlaf, Frühjahrsmüdigkeit, Sommerurlaub!“ Daraufhin predigte uns unser Projektleiter Herr Prof. Dr. Lord, dass wir gestern noch vor einem Abgrund standen und heute einen Schritt weiter seien. Tja, gestern war heute noch morgen. Abgesehen davon, befanden wir es ebenfalls für nicht unerheblich, dass konsequente Leute sehr viel mehr Erfolg haben und schließlich ist konsequent auch jemand, der einen Holzweg zu Ende geht.

Auch die Ich-tue-gar-nichts-Phase war ab und an sehr beliebt. Das einzige Problem beim Nichtstun ist, dass man nie weiß, wann man fertig ist. Gegenargument lautet: Kreative Menschen leisten dann am meisten, wenn sie den Eindruck machen als täten sie gar nichts… Man ist halt nicht nur verantwortlich für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut. Dies stellten wir relativ schnell bei jedem wöchentlichen Meeting mit Prof. Dr. Lord fest. Oftmals mussten wir ebenfalls zu der Erkenntnis komen, dass Theorie Wissen ist, das nicht funktioniert und Praxis das ist, was funktioniert und niemand weiß warum. Anhand dieser These bekräftigten wir unsere Aussage, dass auch im Chaos Ordnung herrscht und diejenigen, die Ordnung halten, nur zu faul zum Suchen sind. Apropos Ordnung, die kam uns auch in unserer Projektplanung und -durchführung des Öfteren in die Quere. Da gab es nämlich die berühmten zehn Phasen:

  1. Die Diesmal-beginne-ich-rechtzeitig-Phase
  2. Die Ich-werde-gleich-was-tun-Phase
  3. Die Was-soll-ich-tun-wenn-ich-jetzt-nichts-tue-Phase
  4. Die Ich-tue-jetzt-was-anderes-Phase
  5. Die Ich-habe-auch-ein-Recht-auf-Freizeit-Phase
  6. Die Es-ist-immer-noch-etwas-Zeit-Phase
  7. Die Und-schon-wieder-eine-gesellschaftliche-Verpflichtung-Phase
  8. Die Mit-mir-stimmt-etwas-nicht-Phase
  9. Die Die-anderen-sind-schon-viel-weiter-als-ich-Phase
  10. Der Showdown  – Die panische Phase

Die erste Phase ist geprägt von Optimismus und der Überzeugung, dass einen das Arbeitsfieber irgendwann packen wird. Anschließend hofft man auf den sehr unrealistischen Fall, dass die Deadline aus unerklärlichen Gründen verschoben wird oder man beruhigt sich mit dem Gedanken, dass man in Nachtschichten ja auch alles noch aufholen kann. Um beispielsweise das Konzepteschreiben weiter hinauszuzögern, bemüht man sich dann andere unheimlich wichtige Dinge zu erledigen, wie zum Beispiel die Garage aufräumen, Emails schreiben etc. Man kann halt nicht alles auf einmal tun (aber alles auf einmal lassen). Der Student befindet sich nun in einer äußerst emotionalen Lage, in der er dem Eskapismus verfällt und sein Gewissen damit beruhigt, dass er schließlich keine Maschine ist. Außerdem kommen noch allerhand gesellschaftliche Verpflichtungen dazu und man täuscht sich selber vor, dass diese oder jene Party das absolute Muss ist. Die innere Stimme, die dazu rät sich an den Schreibtisch zu setzen, ist in 99,9% der Fälle an übler Heiserkeit erkrankt. Am nächsten Tag wird der Student seinen Mitstudenten dann jedoch verkünden, dass er mittendrin in der Arbeit sei und gerade auf einen interessanten Aspekt gestoßen ist. Konsequenz dieses Lügens ist jedoch eine Massenhysterie. Jeder denkt, die anderen seien schon viiiiel weiter als man selber. Demnach setzten tiefe Depressionen und Selbstzweifel ein. Nun stehen wir am Scheideweg: Doch noch anfangen etwas auf die Beine zu stellen oder Augen zu und durch?! Wir entscheiden uns natürlich für die erste Variante, welche jedoch unglaubliche Opfer mit sich bringt. Denn ab nun vermeiden wir alle Fremdeinflüsse. Wir schlafen nicht mehr, wir essen nicht mehr, das Klo wird so gut wie nie aufgesucht, das Waschen vernachlässigt und bis zum Umfallen Konzepte geschrieben, Meilensteine gesetzt, Sponsoren gesucht, Facebook-Likes generiert. Energiehormone werden überdosiert und der Student gerät in eine euphorische Phase, weil er glaubt, dass er doch noch alles bis zur morgendlichen Deadline schaffen kann. Und gerade diese Panik-Phase ist der Rausch, den der Student sucht, das Gefühl zu haben Unmögliches möglich zu machen und heldenhafte Überkräfte zu besitzen. Tja, wenn es die letzte Minute nicht gäbe, würde vieles überhaupt nicht erledigt werden.

Wie gesagt, auch im Chaos steckt Ordnung und so können wir stolz sagen: Et hät noch immer jot jejange! Das Projekt Students for Artists hat uns eine Menge gelehrt und uns mit Sicherheit auch ab und an ein Stück näher an die Quarterlife Crisis gebracht. Haben wir doch neben unserer normalen Unilaufbahn mit Hausarbeiten und Klausuren, neben unseren Jobs und neben Privatleben doch so einiges an Zeit in SfA gesteckt: Meetings bis 2 Uhr nachts, durcharbeiten an Wochenenden, Telefonate bis die Ohren heiß liefen, Nacht- und Nebelaktionen wie z.B. das Backen eines Kuchens für die SfA-Salatbar in der Lounge (Original-SMS: „Backe, backe Kuchen, der Chrissi ist am Fluchen.“), Transport des SfA Logos auf andere Kontinente oder ins Stadion, „Bestechung“ des Bauamts inklusive hinzuziehen der Feuerwehr, Locationbesichtigungen, Sponsorenverhandlungen u.v.m. …

Wahrhaftig gelernt haben wir, was es heißt als Team zusammen zu arbeiten, sich abzusprechen und gemeinsam Probleme anzugehen sowie aus einem 24-Stunden-Tag einen 48-Stunden-Tag zu machen und fast ein Jahr lang mit SfA im Kopf aufzuwachen und mit SfA im Kopf den Tag zu beenden. Als Motivation hatten wir immer unser Team-Karma dabei: Eine kleine Glasflasche gefüllt mit Sand aus Fuerteventura.

Sicherlich ist nicht alles glatt gelaufen – aber es war learning by doing. Das erste Mal Projektmanagement in die Praxis umgesetzt, da bleiben Fehler nicht außen vor. Wichtig für uns, war es jedoch über diese Fehler zu reden, alles mit Humor zu sehen und Spaß an der Sache zu haben. So sagte auch Herr Prof. Dr. Lord immer, wenn er unsere Meetings verließ und uns mal wieder erklärte, dass das Leben kein Ponyhof ist und wir gewisse Dinge einfach falsch gemacht hatten: „Ich gehe jetzt aus diesem Raum und sie werden sich über mich aufregen können, wie gemein ich doch zu ihnen war. Und das ist auch völlig in Ordnung. Aber danach fangen sie an als Team wieder produktiv zu sein.“ Man nennt ihn auch Detlef D! Soost.  :-)

Wir danken am Ende allen Freunden und Bekannten, Mitstudenten und Professoren, die uns unterstützt haben. Vor allem geht unser Dank jedoch an Prof. Dr. Lord, der uns immer wieder herausforderte höher, weiter und schneller vorwärts zukommen. Nicht auzuschließen ist, dass er uns das ein oder andere Mal nahezu an den Rand des Wahnsinns getrieben hat mit seinen Forderungen, aber unterm Strich bleibt für uns das Gefühl ein tolles Highlight mit Jan und Möe auf die Beine gestellt zu haben und zu sehen, dass sich das monatelange Arbeiten, Konzepte schreiben, Verhandlungen führen etc. gelohnt hat. Wir sind froh, dass uns durch Prof. Dr. Lord die Chance gegeben wurde, unser Wissen wirklich praktisch anzuwenden und wir innerhalb des Projekts völlig frei und selbstständig arbeiten durften!

Wir geben nun an unsere Nachfolger, die Students 2012, ab und hoffen, dass auch ihr Spaß bei der Sache habt und euch auch mit dem Herzblut in das Projekt reinhängt wie wir es getan haben. Viel Erfolg !!!

Eure Students 2011

Students 2011

 

Für uns ist dieser Montag nicht nur traurig, weil das Wochenende vorbei ist, sondern weil es unsere letzte Woche ist: Am Freitag geben wir das SfA-Projekt an unser Nachfolger, die Students 2012, ab.

Die Students 2012, der nachfolgende Medienmanagement-Masterkurs der MD.H Düsseldorf, wird am Freitag das Projekt SfA, weitherin unter der Leitung von Prof. Dr. Lord, übernehmen. Wir wollen uns aber natürlich gebührend von Euch verabschieden. Deswegen gibt es am Freitag, den 03.02.2012 um 12 Uhr, eine Abschlusspräsentation.

Wir lassen unser SfA-Jahr 2011 gemeinsam mit Euch Revue passieren. Wie hat alles angefangen? Wie haben wir die Theorie des Projektmanagements in die Praxis umgesetzt? Welche Probleme gab es? … und natürlich sehen wir uns zusammen mit Euch nochmals ein paar Ausschnitte unseres Events sound.partikel mit Jan Büttner und Matthias Scheidig alias Möestyle an.

Wir freuen uns, wenn ihr am Freitag dabei seid. Für Kaffee und Kuchen ist natürlich gesorgt!

Bis Freitag, eure  Students 2011

Abschlusspräsentation SfA 2011 // Freitag, den 03.02.2012 // MD. H Düsseldorf // 12 Uhr

 

Liebe SfA-Fans,
nachdem wir nun schon mehrmals im Hörfunk über unsere Initiative berichtet haben, folgt jetzt unser Debüt auf der Mattscheibe.
In der 45-minütigen Reportage “Andre Zalbertus bei ‘Students for Artists’ in Oberkassel” geht es um unser Kunstevent sound.partikel mit den Artists 2011: Jan Büttner und Matthias Scheidig alias Möestyle.
center.tv Ruhr besuchte unser Event am 04. Dezember 2011 im Chateau Rikx und hat für Euch die schönsten Momente eingefangen.

Sa, 14.o1.2012 // 17.oo Uhr // center.tv Ruhr Heimatfernsehen

Einschalten, EINSCHALTEN, einschalten…!!!!

http://www.centertv-ruhr.de

sound.partikel - Das Kunstevent

 

Heute Abend ist es soweit – 2012 steht vor der Tür! Wir hoffen, Ihr habt schöne Pläne, um ausgelassen ins neue Jahr zu feiern!

Wir wünschen Euch viel Spaß & einen guten Rutsch!

 

Plötzlich höre ich ein Geräusch. Ein Rascheln. Dann eine Hand in meinem Haar. »Guten Morgen mein Schatz, heute ist Dein großer Tag!« – Mein großer Tag? Ich erkenne die Stimme meiner Freundin, verstehe jedoch nicht ganz, was sie mir sagen möchte. Hat sie eines meiner Lotto-Adventskalender-Lose geöffnet? Ich taste schlaftrunken nach dem Wecker, treffe die „Light“-taste. Das grelle Licht trifft mich wie ein Schlag aus Luke Skywalker’s Laserschwert: 7.58. Was zur Hölle… Da fällt es mir wieder ein – das Projekt! Students for Artists! sound.partikel!

 

…ein wahnsinnig normaler Morgen des 04. Dezember 2011. Ihr wollt wissen, wie die Geschichte weiter geht? “Hinter den Kulissen” von SfA erfahrt Ihr, wie der Eventtag für die Students 2011 begonnen hat, was sich im Chateau Rikx abgespielt hat, bevor der Startschuss zu sound.partikel um 17.30 Uhr ertönte und wie das Kunstevent aus der Sicht der Students verlaufen ist.

 

sound.partikel – Das Kunstevent

Sonntag, der 04.Dezember 2011

Starring: Students 2011

 

SfA wünscht Euch fröhliche Weihnachten und ein wundervolles Fest mit den Liebsten! Habt eine erholsame Zeit in den kommenden Weihnachtstagen.

SfA wünscht Euch fröhliche Weihnachten!

Merry Christmas | Joyeux Noël | Hauskaa Joulua | Vrolijk Kerstfeest | Kala Christougena | Mo’adim Lesimkha | S Rozdestvom | Feliz Navidad | Buon Natale | Wesolych Swiat Bozego Narodzenia | Sretan Bozic | Priecigus Ziemassvetkus | Boas Festas | Sarbatori Fericite | Hristos se rodi | Een Plesierige Kerfees | Gezur Krislinjden | Idah Saidan Wa Sanah Jadidah | Ruumsaid juulup|hi | Cristmas-e-shoma mobarak bashad | Noeliniz Ve Yeni Yiliniz Kutlu Olsun | Srozhdestvom Kristovym | Cestitamo Bozic

 

 

Bilder sagen mehr als tausend Worte.

In diesem Sinne ein Kurzfilm für all diejenigen, die sound.partikel verpasst haben oder solche, die es nochmal Revue passieren lassen wollen…

 

Bevor am zweiten Advent um 17.30 Uhr der Satz “Vorhang auf für sound.partikel!“ fallen konnte, mussten noch einige Vorbereitungen in der Location getroffen werden.

…das Chateau Rikx dekorieren, die Technik für Jans Bühnenauftritt sowie die Live-Übertragung von Möe auf einer Leinwand einstellen, den Innenhof für Möe’s Ausstellungsstücke und das Airbrush-Objekt des Abends (einen weißen Smart) ausräumen, unsere Fans auf Facebook über die Vorbereitungen informieren…

Aber schaut es Euch doch mal selbst an!

Auch die Vorbereitung unseres Caterings betrug sechs Stunden. Das daraus entstandene Chaos in einer Derendorfer Küche wurde leider filmtechnisch nicht festgehalten. Das Endprodukt, die selbstgemachten Canapés, könnt Ihr aber in unserem nächsten Film begutachten.

 

Am 04.12.2011 war es endlich soweit: Das langersehnte Kunstevent sound.partikel öffnete um 17.30 Uhr seine Pforten im Chateau Rikx. Die Vorbereitungen begannen an diesem Tag allerdings schon am frühen Morgen: Catering vorbereiten, die Location dekorieren sowie auf die Lieferung des Smart warten. Nachdem die Technik nach mehrmaliger Probe einwandfrei funktionierte und unsere Artists Jan Büttner und Matthias Scheidig alias „Möestyle“ eingerichtet waren, konnte der Abend beginnen. Franca Pilz führte 115 Besucher durch das Event sound.partikel. Unsere Live-Acts Jan Büttner und Matthias Scheidig alias Möestyle haben eine perfekte Show abgeliefert und das Publikum begeistert.

sound.partikel - Das Kunstevent

Wir bedanken uns bei unserem Projektleiter Prof. Dr. Sascha Lord für seine Mühe und Geduld und dafür, dass er uns die Chance gegeben hat, ein RealLife Projekt während unserer Unilaufbahn umzusetzen.

Außerdem bedanken wir uns …

… bei unseren Artists Matthias Scheidig alias Möestyle und Jan Büttner für ihr Engagement und ihre tollen Performances bei sound.partikel

… bei Franca Pilz für ihre charmante und professionelle Moderation

… bei Michael Quellhorst für seine Bereitschaft uns das Chateau Rikx für einen Abend zur Verfügung zu stellen

… bei der MD.H für ihre Unterstützung

… bei Anke Piontek und ihrem Unternehmen forvision für die Kooperation

… sowie bei all unseren Sponsoren

… und natürlich all unseren Gästen von Sonntag für einen großartigen und unvergesslichen Abend!!!

Fotos und Videos von unserem Kunstevent sound.partikel könnt Ihr in unserer Mediathek abrufen. Auch wird es bald einen Text in der Rubrik „Hinter den Kulissen“ geben, in dem Ihr nachlesen könnt, wie der Sonntag für uns neun Students abgelaufen ist.

 

Jetzt auch in Bild und Ton…